Zahnentwicklung 2


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Das Präparat zeigt das Glockenstadium der Zahnentwicklung.

Aus dem Mundhöhlenepithel hat sich bereits die Zahnleiste gebildet und ist in das darunterliegende Mesenchym eingewachsen. Pro Kieferquadrant wurden 5 Milchzahnknospen angelegt (aufgrund des Schnittes hier nur eine sichtbar). Eine Ersatzzahnleiste ist zu sehen, die die Anlage für die Ersatzzähne (bleibendes Gebiss) darstellt. 

Aus der Zahnknospe entwickelt sich durch einwanderndes Mesenchym nun erst die Zahnkappe und schließlich die Zahnglocke.

 

Es geht eben auch darum, dass Schmelzbildung nur an Stellen einsetzt an denen bereits Prädentin zu Dentin verkalkt ist und dies im Bereich der HERTWIG`schen Epithelscheide nicht so ist, sondern dort Enameloblasten die Bildung von Odontoblasten induzieren und dieser Unterschied damit einhergeht, dass im Wurzelbereich Zement und nicht etwa Schmelz von den (Enameloblasten -weiss ich nicht genau) abgeschieden wird.

 

Nein, nicht ganz. Es sind die Zementoblasten, die das Zement bllden:

Die Hertwig-Epithel-Wurzelscheide wächst zuerst nach zervikal, dann nach apikal. In der Papille werden dann weitere Odontoblasten für die wachsende Wurzelscheide gebildet, die Dentin produzieren. Zervikal entstehen in der Wurzelscheide dann Lücken, durch die Mesenchym des Zahnsäckchens mit dem Wurzeldentin in Verbindung kommt. Das induziert dann die Differenzierung des Mesenchyms in Zementoblasten, die das Zement der Zahnwurzel bilden (Lamina cementoblastica). Peripher davon entstehen unter Einfluss des Wurzeldentins (also durch Wurzeldentin induziert) die Lamina periodontoblastica (Desmodont) und die Lamina osteoblastica (späterer Alveolarknochen), die zum Parodontium (Zahnhalteapparat) gehören.

Weitere Ansichten

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Von der Zahnleiste geht nach unten hin die Ersatzzahnleiste bogenförmig ab. Die Ersatzzahnleiste orientiert sich nach palatinal bzw. lingual. Der Milchzahnkeim liegt labial.

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Von der Zahnleiste geht nach unten hin die Ersatzzahnleiste bogenförmig ab. Die Ersatzzahnleiste orientiert sich nach palatinal bzw. lingual. Der Milchzahnkeim liegt labial.

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Aus dem verdichtetem Mesenchym entsteht die Zahnpapille und das Zahnsäckchen.

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Man kann das innere sowie das äußere Schmelzepithel erkennen,sowie das lockere Stratum reticulare und das wieder verdichtete Stratum intermedium.

Das Schmelzorgan ist Gefäßefrei. Es wird zunächst von Gefäßen der Papille und im weiteren Verlauf von Gefäße des äußeren Schmelzepithels versorgt.

Unter dem Bereich der Zahnpulpa ist das bindegewebige Zahnsäckchen,aus dem sich nach dem Durchbruch des Zahnes Teile des Zahnhalteapparates (Zement und Desmodont) werden.

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Die gesamte Zahnglocke ist von einer Basallamina umgeben.Außen wird sie von ihr bedeckt und innen ausgekleidet.

Zwischen den Odontoblasten, die aus den peripheren Zellen der Zahnpapille hervorgehen und den Ameloblasten, die aus Zellen des inneren Schmelzepithels differenziert werden liegt die Basallamina des inneren Schmelzepithels (Membrana praeformativa).

Die Odontoblasten sind Dentinbildner und die Ameloblasten Schmelzbildner.

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Ausschnitt der Wurzelscheide ("Hertwig-WS oder auch "epitheliale WS"), diese induziert im Verlauf der Zahnentwicklung die Bildung von Wurzel- Odontoblasten und somit die Sezernierung von Wurzeldentin.

Die Wurzelscheide besteht lediglich aus zwei Schichten Epithel ohne Schmelzpulpa dazwischen.

Nach zervikal wird die Epithelscheide lückenhaft und so kommen Mesenchymzellen des Zahnsäckchens mit Wurzeldentin in Kontakt, was zur Folge hat, dass die Säckchen-Mesenchymzellen Zement und Desmodont bilden.

Dieser Bildungsprozess von Teilen des Periodontiums ist erst nach 2-3 Jahren abgeschlossen!

 

Von links nach rechts:

Zahnpapille - Präodontoblasten an der Grenze zum - Inneren Schmelzepithel mit Präameloblasten - Schmelzpulpa

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Auf diesem Ausschnitt kann man deutlich die (2) Basalmembran erkennen, die sich im weiteren Verlauf der Zahnentwicklung zur Membrana praeformativa verdicken.

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Zu dieser Entwicklungszeit haben sich bereits die [1]Präameloblasten aus dem inneren Schmelzepithel differenziert (induziert durch Mesenchymzellen der Papille).

Als nächsten Schritt induzieren die Präameloblasten (mit Hemidesmosomen an Basalmembran) die Herausbildung der [2]Präodontoblasten aus dem Pulpamesenchym.

[3] Die Basalmembran verdickt sich und die Präodonoblasten differenzieren sich weiter und geben org. Dentinmatrix in Richtung BM ab.

[4] Durch die erste Prädentinlage wird die Differenzierung von sekretorischen Ameloblasten induziert.

[5] Daraufhin verschwindet die BM.

[6] Nach vollständiger Mineralisierung des Prädentins zu Dentin, beginnen die sekr. Ameloblasten mit der Ausschüttung von org. Schmelzmatrix, welche SOFORT mineralisiert.

Jetzt liegen der fertige Schmelz und Dentin direkt aufeinander!