Tränendrüse


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Die Tränendrüse (Glandula lacrimalis) ist eine Drüse zur Produktion des größten Teils der Tränenflüssigkeit Die Tränendrüse liegt innerhalb der Orbita (Augenhöhle) dem Auge laterokranial auf. Sie sezerniert Elektrolyte, Wasser sowie eine große Anzahl an Eiweißverbindungen. Ihr Sekret wird über 6-12 Ausführungsgänge in den Bindehautsack geleitet, über den Lidschlag über der Hornhaut (Cornea) verteilt. Sie hält die Hornhaut feucht.

Obwohl es sich bei der Tränendrüse um eine rein seröse Drüse handelt, fehlen Schalt- und Streifenstücke (weiteres Lumen). Aufgrund der fehlenden Streifenstücke, die anderorts über die Na -K - ATPase die Salze der Drüsenflüssigkeit entziehen, „schmecken“ Tränen salzig bzw. sind isoton. (Vgl. Glandula Parotidea, ebenfalls rein serös, aber mit Schalt- und Streifenstücken)

 

Weitere Ansichten

4x

Im Bindegewebe und zwischen Drüsenendstücken finden sich Stellen, wo viele freie Immunzellen vorkommen. Die Plasmazellen sind für die Sezernierung von Antikörpern (IgA´s) in der Tränenflüssigkeit zuständig.

10x

Vergrößerung der Gl lacrimalis. Keine Steifen- oder Schaltstücke. Auffällig sind die relativ großen Lumen die eigentlich untypisch für seröse Drüsen sind. Unterscheidungsmerkmal gegen andere seröse Drüsen. (--> siehe Gl. parotis) Bei der Gl. lacrimalis handelt es sich um tubuloalveoläre Endstücke, während es sich zum Vergleich bei der Gl. parotis um azinöse Endstücke handelt. Deswegen ist das Lumen hier weiter.

20x

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60x

Hier zu sehen sind rein seröse Drüsen, wie sich gut anhand der runden und mittelständigen Kerne feststellen lässt. Ein weiteres Merkmal ist die stärkere Anfärbbarkeit als bei mukösen Drüsen.