Thymus


Gesamtliste » Lymphsystem » Präparat 102

Das Präparat zeigt einen Thymus (dt. Bries) eines Adulten. Er ist das primäre lympathische Organ der T-Lymphozyten. Er befindet sich bei Kindern und bei Erwachsenen ventral über dem Herzen im Thorax.

Der Thymus bildet sich im Alter zurück (Involution), wobei vor allem die Rinde von Fettzellen ersetzt wird (deswegen "retrosternaler Fettkörper"). Es bleiben jedoch immer Reste von lymphatischen Gewebe zurück, sodass eine T-Zell-Proliferation stets möglich ist.

Der Thymus entsteht während der Embryonalentwicklung aus dem Epithel der dritten Schlundtasche( daher lymphoepitheliales Organ). Im Gegensatz zu anderen lymphatischen Organen finden sich im Thymus Lymphoepitheliales-Gewebe und kein Lymphoretikuläres-Gewebe.,,

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Die Thymusepithelzellen haben große blasse Kerne und bilden 3-dimensionale Netzwerke aus

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Eine Läppchenstruktur ist, anders als beim kindlichen Thymus, nicht mehr zu erkennen. Dennoch kann man helle Markzonen von dunklen Rindenzonen unterscheiden.

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Die Hassalkörperchen sind in dieser Färbung als rostrote Inseln im Mark zu erkennen.

Sie entstehen aus verhornten degenerierenden Epithelzellen, die sich zwiebelschalenförmig aneinander lagern.

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Die Hassalkörperchen sind in dieser Färbung als rostrote Inseln im Mark zu erkennen.

Sie entstehen aus untergegangenen Epithelzellen, die sich zwiebelschalenförmig aneinander lagern.

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In der Nahaufnahme kann man schön die Zwiebelschalenstruktur des Hassallkörperchens erkennen. Sie entsteht, indem sich untergegangene Retikulumzellen des Thymus nach und nach um eine mittlere Retikulumzelle anlagern.

Retikulumszellen ist hier der FALSCHE Begriff (Thymusepithelzellen wäre richtig), da es sich nicht um retikuläres Bindegewebe (wie in anderen lymphatischen Organen) handelt. Im Thymus sind es die Thymusepithelzellen, die durch lange Fortsätze mit Zytokeratinen und Desmosom-Verbindungen untereinander ein Zellretikulum bilden. Retikuläre Fasern sind dabei nicht enthalten.

Hassalköprchen sind zwischen 20-50 μm groß. Sie enthalten u.a. Keratin und sind somit scheinbar ektodermal.

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In der Nahaufnahme kann man schön die Zwiebelschalenstruktur des Hassallkörperchens erkennen. Sie entsteht, indem sich untergegangene Retikulumzellen des Thymus nach und nach um eine mittlere Retikulumzelle anlagern.

Retikulumszellen ist hier der FALSCHE Begriff (Thymusepithelzellen wäre richtig), da es sich nicht um retikuläres Bindegewebe (wie in anderen lymphatischen Organen) handelt. Im Thymus sind es die Thymusepithelzellen, die durch lange Fortsätze mit Zytokeratinen und Desmosom-Verbindungen untereinander ein Zellretikulum bilden. Retikuläre Fasern sind dabei nicht enthalten.

Hassalköprchen sind zwischen 20-50 μm groß. Sie enthalten u.a. Keratin und sind somit scheinbar ektodermal.