Schnecke


Gesamtliste » Sinnesorgan » Präparat 176

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Unser Präparat weist 3,5 Windungen auf (Meerschweinchenpräparat). Die menschliche Cochlea besitzt nur 2,5.

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Crista ampullaris gut zu erkennen.

Eigentlich ist die Cupula am Ampullendach fixiert.

Die Crista ist mit dem häutigen Labyrinth verwachsen und dreht sich bei einer Körperdrehung somit mit, währen die Endolymphe gemäß der Trägheit von Flüssigkeiten "stehen bleibt". Die Cupula biegt sich als Folge. Die sinneszellen werden erregt und registrieren so die Drehbeschleunigung.

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In diesem Präparat ist das Corti-Organ zu erkennen. Vom Modiolus ausgehend sieht man das Ganglion spirale.Weiter lateral ist die Lamina spiralis ossea zu erkennen, über der sich der Limbus spiralis aufwölbt, dem wiederum eine Epithelschicht mit Interdentalzellen aufliegt. Diese Zellen sezernieren die kollagenreiche Membrana tectoria (lat. tectum - Dach; Bestandteile: die Proteine Tectorin alpha und beta). Desweiteren ist der Sulcus spiralis hier sehr gut zu erkennen. Wenn man dem Verlauf folgt, erkennt man innere Grenzzelle, innere Phalangenzelle mit der von ihr getragenen inneren Haarzelle, innere Pfeilerzelle und äußere Pfeilerzelle, welche den Corti-Tunnel umgeben und zuletzt äußere Phalangen- und Haarzellen, äußere Grenzzelle. Bei den beiden anderen Tunnelsystemen, welche hier zu erkennen sind, handelt es sich um den Nuel-Raum und den äußeren Tunnel. Alle Tunnelsysteme kommunizieren untereinaner und sind mit Corti-Lymphe, chemisch ähnlich der Perilymphe(!), gefüllt.
Am äußeren Rand erstreckt sich das Ligamentum Spirale mit der aufliegenden Stria vascularis (sie bildet die Endolymphe).Weitere dominante Strukturen sind die Scala vestibuli, Scala media bzw. Ductus cochlearis und die Scala tympani. Die obere Begrenzung des Ductus cochlearis bildet die Reissner-Membran.

 

 

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Hier ist ein Ductus semicircularis (Bogengang) angeschnitten. In die Mitte ragt deutlich die Crista ampullaris hinein, sie besteht aus den Sinneszellen (Haarzellen mit Stereozilien und einem Kinozilium), Stützzellen und sensorischen Nervenfasern der N.VIII, die die Sinneszellen umgreifen.

 

Die Sinneshärchen ragen in die gallertige Cupula, die hier jedoch nicht erhalten ist.

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Die Tuba auditiva mit elastischem Knorpel