Rückenmark


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In diesem Querschnitt ist die Substantia grisea (graue Substanz) deutlich von der Substantia alba (weiße Substanz) abgrenzbar. Die Substatina grisea ist schmetterlings- oder H-förmig und wird in verschiedene Abschnitte unterteilt: 1.)Vorderhorn Im Vorderhorn (Cornu anterius) finden sich motorische Vorderhornzellen, deren Axone die Muskeln inervieren. 2.) Hinterhorn Im Hinterhorn (Cornu posterius) liegen Neurone, die sensorische (afferente) Reize erhalten.   Die weiße Substanz ummantelt die graue Substanz und besteht aus den Axonen der in der grauen Substanz gelegenen Zellkörper. In der weißen Substanz liegen sowohl afferente, als auch efferente Nervenfasern.   In der Mitte der grauen Substanz ist der Zentralkanal (Canalis centralis) gelegen, welcher von Ependym ausgekleidet ist. Medial zu den Vorderhörnern gelegen befindet sich die Fissura mediana anterior; auf der Hinterseite liegt eine flache Rinne (Sulcus medianus posterior). Die graue Substanz des RM lässt sich in sogenannte Laminae einteilen. Es gibt 10 Laminae. Die Zählweise beginnt am sensiblen Hinterhorn und zieht sich dann nach vorne, wobei die Lamina 10 um den Zentralkanal herum liegt. Lamina I und II werden auch als Substantia gelatinosa bezeichnet. Hier enden nozizeptive Afferenzen (Schmerzafferenzen) und werden nach ihrer Umschaltung auf das zweite Neuron über den Tractus spinothalamicus zum Nucleus ventralis posterior des Thalamus geleitet. Des weiteren unterscheidet man einen Ncl. proprius (Laminae III und IV) und den wichtigen Ncl. dorsalis (auch Stilling-Clarke), der im Zusammenhang mit dem Tractus spinocerebellaris posterior wichtig ist, welcher über den Pedunculus cerebellaris inferior ins Kleinhirn zieht.

Weitere Ansichten

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Die Substantia Grisea ist fast vollständig zu erkennen. In den Vorderhörnern fallen besonders die dunklen Zellkörper der Motoneurone auf.

Substancia gelatinosa: Nozizeption,viele,kleine Zellen

Der Canalis centralis ist ausgekleidet von Ependymzellen

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Das Bild zeigt eine Vergrößerung der ventralen Seite des Rückenmarks. Teile der Dura, die A. spinalis anterior und die Fissura mediana anterior sind gut zu erkennen.

Man kann die ummarkten Zellfortsätze der sensiblen Neuronen als "weiße Blasen" erkennen.

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Das Bild zeigt den Zentralkanal, der mit Ependymzellen ausgekleidet ist und die Komissura anterior und posterior.

 

In der Mitte des Bildes kann man den segmental kreuzenden Verlauf von prothpatisch- vermittelnden Neuronfortsätzen vermuten.

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Das Bild zeigt eine Vergrößerung der Substantia alba. Sie besteht hauptsächlich aus myelinisierten Nervenfasern, deren Perikaryen sich im Gehirn oder im Rückenmark befinden.

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Das Bild zeigt eine Vergrößerung des Vorderhorns. Die einzelnen Zellkörper der Motoneurone und ihre Zellkerne sind gut zu erkennen.

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Das Bild zeigt eine Detailvergrößerung des Canalis centralis, der mit Ependymzellen ausgekleidet ist. Ependymzellen unterscheiden sich von "normalen" Epithelien dadurch, das sie nicht auf einer Basalmembran sitzen und zudem nicht durch Zonulae occludentes verbunden sind, sondern lediglich durch Nexus. Im Zentralkanal befindet sich Liquor Cerebrospinalis, er ist die Fortsetzung des Hirn-Ventrikelsystems.

-> Ependymzellen sind keine Epithelien, sondern eine Gliazellart (--> Neuroektoderm)

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Das Bild zeigt ua Motoneurone, bei denen man deutlich die Nucleoli sowie das "heterogene" Perikaryon erkennt (=Nisslschollen). 

Die kleineren Perikaryen gehören zu zB gamma- Motoneuronen.

Das Neuropil ist die Substanz zwischen den Perikaryen der Substantia grisea. Es besteht aus Dendriten, Gliazellfortsätzen und Nervenfasern.

Astrozyten sind meistens weniger basophil, d.h. heller und etwas größer

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Das Bild zeigt einen stark vergrößerten Nervenzellkörper mit Nucleus und Nucleolus. Außerdem sin Gliazellen und Nervenzellfortsätze zu sehen.

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Mikrogliazellen lassen sich durch ihre längliche helle, kleine Form bestimmen. Sie sind die Abwehrzellen des Nervensystems und zur Phagozytose fähig.

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Die Aufnahme zeigt ein alpha-Motoneuron mit seinen Zellfortsätzen.