Processus vermiformis


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Die Appendix vermiformis ("Wurmfortsatz") ist ein 3-12 cm langer wurmartiger Anhang am Caecum (Blinddarm).

Da in diesem Forsatz vor allem lymphatisches Gewebe angesiedelt ist, wird er auch als "Darmtonsille" bezeichnet. Das klinische Bild der Appendizitis bezeichneten Symptomatik wird häufig durch die chirurgische Entfernung behandelt.

 

Sie laufen alle an der Appendix zusammen. Falls man auf der Suche nach der Appendix ist, folgt man einfach dem Verlauf der Taenia libera.)

 

Aufbau: Wie beim gesamten Verdauungssystem, lässt sich auch die Appendix vermiformis im Bezug auf seinen Wandaufbau folgendermaßen gliedern (von innen nach außen):


Besonderheiten:
  • keine Zotten
  • keine Appendices omentales
  • tiefe Krypten mit Becherzellen, M-Zellen
  • Lymphfollikel, die in Lamina propria entstehen und bis in die Submucosa reichen => Lamina muscularis mucosae deshalb dort unterbrochen

Differenzialdiagnostik: Im Gegensatz zum Ileum sind hier die Peyer-Plaques überall. Im Ileum befinden sich die Peyer-Plaques nur auf der gegenüber liegenden Seite des Mesos.

Weitere Ansichten

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Eine weitere Übersichtsaufnahme eines anderen Präparates.

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Hier ist in der 4fachen Vergrößerung das Lumen des Processus vermiformis eingestellt. Das Lumen ist im Vergleich zu den anderen Darmabschnitten im Durchmesser viel kleiner. Dennoch lassen sich auch hier kleine Krypten sehen.

Darüber hinaus sind auf dem Bild mehere Lymphfollikel zu sehen, die zum Lumen hin einen deutlich erkennbaren Randsaum von B-Lymphozyten haben. Im Zentrum der Follikel selbst befinden sich vor allem antigenpräsentierende Zellen und B-Lymphozyten.

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Hier erkennt man nochmal den typischen Wandaufbau des Appendix. Die äußere Muskelschicht (Tunica muscularis) unterteilt sich in eine äußere längs- und eine innere ringförmig ausgerichtete Muskulatur.

Wichtig ist hier,dass das Str. longitudinale der Muscularis im Vergleich zum Rest des Dickdarms kontinuierlich ist.

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Am linken Bildrand ist ein Lymphfollikel in höherer Vergrößerung zu betrachten. Das Keimzentrum lässt sich deutlich vom Randwall abgrenzen. Schön zu sehen ist die Lymphozytenkappe Richtung Lumen.

 

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Tunica mucosa, mit einschichtigem hochprismatischem Epithel (mit resorbierendem Mikrovillibesatz). Genau wie im Colon finden sich auch hier zahlreiche Becherzellen.

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Lymphfollikel und tangential angeschnittene Krypten.

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Höhere Vergrößerung der Grenze zwischen Keimzentrum des Lymphfollikels und parafollikulärer Zone.

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Siehe vorheriges Bild.

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Zu sehen ist das einschichtige hochprismatische Epithel zum Appendixlumen, also die Lamina mucosa epithelialis. Darunter angrenzend befindet sich die Lamina propria mit vielen T-Lymphozyten.

Die Becherzellen erkennt man dadurch, dass sie blasser am Oberrand des Epithels erscheinen, außerdem produzieren sie gerade Muzine.

Man sieht 2 intraepitheliale Lymphozyten als dunkle runde Zellen im Epithel- sie gehören bereits zur Abwehr.

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Hier in der Lamina propria sind die Plasmazellen mit ihrer Radspeichenstruktur, sie produzieren IgA. Das IgA bindet dann an die Antigene und wirkt als prophylaktischer Schutzanstrich und hat somit unspezifischen Charakter.

Nicht erkennbar sind die M-Zellen, die Antigene per Transzytose vom Lumen in die Lamina Propia schleusen.

 

Die Plasmazelle erkennt man an dem radspeichenartigen Zellkern.