Hoden


Gesamtliste » Urogenitalsystem » Präparat 143

Das Präparat zeigt einen Schnitt durch den Hoden.

Im Hoden werden zum einen in den Samenkanälchen (Tubuli seminiferi contorti) die männlichen Samenzellen gebildet. Zum anderen erzeugt das Zwischengewebe, genauer die Leydig- Zellen, männliche Geschlechtshormone.

Die Sertolli-Zellen produzieren ein wichtiges Androgen-bindendes Protein (ABP) zur Steuerung der Spermatogenese und können durch Ausschüttung des Proteins Inhibin die Bildung des Sertolizellen-stimulierenden Hormons FSH (Follikel-stimulierendes Hormon) in der Hypophyse hemmen. Des Weiteren stehen die Sertolizellen in Kommunikation mit Leydigzellen

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Ist zwar auf dem Bild nicht zu sehen,aber zwischen den Tubulu seminiferi contorti befinden sich Bindegewebszellen und Leydig- Zellen, die Testosteron produzieren.

Ansonsten sieht man auf dem Ausschnitt grob,dass  in den Tubuli seminiferi verschiedene "Zelllagen", also Zellen in unterschiedlichen Reifestadien, anzutreffen sind. 

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Leydig-Zelle: polygonal, ZK rund, Nukleolus klein.

Testosteron wird direkt nach seiner Herstellung von den Leydigzellen in den intertubulären Raum abgegeben, von wo es entweder von den Blut und Lymphgefäßen aufgenommen und im Körper verteilt wird oder durch die Lamina propria der Hodentubuli ins Keimepithel gelangt. Über die Blutbahn wirkt es auf die ableitenden Samenwege, die akzessorischen Geschlechtsdrüsen, auf die sekundären Geschlechtsmerkmale, die Talgdrüsenfunktion, auf anabole Stoffwechselprozesse, auf Libido, Potenz und geschlechtsspezifische Verhaltensweisen. 

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Man sieht den Querschnitt eines Hodenkanälchens. Die Sertolizellen sitzen ganz außen auf der Lamina propria limitans und versorgen die heranreifenden Samenzellen. Der Reifungsprozess läuft von außen nach innen, so dass auf der Lamina propria limitans Spermatogonien sitzen, danach kommen Spermatozyten I und II und zum Lumen hin dann Spermatiden, die zunächst noch keinen Schwanz besitzen. Die Reifung bis zum fertigen Spermatozoon (Spermium) dauert 2-3 Monate.

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Abkömmlinge einer Stamm-Spermatogonie bleiben aufgrund unvollständiger Teilung des Zellleibes durch dünne Zytoplasmabrücken verbunden(Zellgeschwister=Klon). Eine Trennung erfolgt erst bei den Spermatozoen.

Reihenfolfe der Reifestadien:

  1. Spermatogonien
  2. Spermatozyten (primäre und sekundäre)
  3. Spermatiden
  4. Spermatozoen (fertiges Spermium)

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Es sind verschiedene Reifestadien sichtbar.

Zwischen den sich meiotisch teilenden Zellen sind verbidnende Plasmabrücken. Es entstzehen Klon- Grüppchen, die alle aus einer Spermatogonie stammen.

Unterstützend dabei, weil man die Plamabrücken hier nicht 100% erkennen kann, sind die in Gruppen liegenden Zellen.

 

Man sieht ausschließlich Spermatozyten erster Ordnung, da diese ca. 3 Wochen in der Prophase I der Meisose verweilen. Die Spermatozyten II Ordnung verweilien ausschließlich wenige Stunden bevor sie die zweite Reifeteilung zu den Spermatiden durchführen.