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Die Kurspräparate des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der Universität Gießen

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Zahnentwicklung 3


Gesamtliste » Verdauungssystem » Präparat 113

Hier ist die Zahnentwicklung in einem späteren Stadium dargestellt als bei dem vorherigen Präparat 112.

Die generelle Zahnleiste hat sich zurückgebildet. Neu zu erkennen ist Zahnschmelz (Enamel, dunkelblau) und darunter Dentin.

Odontoblasten sezernieren Prä- Dentin,das aus organischer Dentinmatrix mit Kollagenfibrillen (Typ I)besteht.

Das Prädentin induziert Differenzierung von Präameloblasten zu sekretionsfähigen Ameloblasten.

Die Mineralisierung des Prä- Dentins wiederum regt die Enameloblasten zur Sekretion an von Enamellum. In weiteren Entwicklungsschritten mineralisiert auch der Prä- Schmelz (organische Schmelzmatrix).

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Das äußere Schmelzepithel ist bereits nicht mehr zu erkennen, nur noch Schmelzpulpa und das innere Schmelzepithel.

Die Ameloblasten des Schmelzepithels produzieren den hier dunkelblauen Schmelz.

Direkt unter dem Schmelz ist hellblau das Dentin, welches aus Prädentin entsteht und von Odontoblasten gebildet wird.

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Man kann innerhalb des bereits mineralisierten Dentin gut die Dentinbälkchen beobachten. Sie resultieren aus Kanälchen,die  Odontoblastenfortsätze (sogenannte Thomes- Fasern) enthalten. Sie nehmen ca. 30% des späteren Dentinvolumens ein!

Im Bezug auf die Tomes- Fasern kann man nach dem Zahndurchbruch peritubuläres Dentin ( kleidet Kanälchen aus) und intertubuläres Dentin unterscheiden. Das peritubuläre sorgt später  für eine allmähliche Verengung der Kanälchen.

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Die gestreifte Form des Dentin ist durch die sogenannten Tomes- Fasern (Dentinkanälchen) bedingt. Dies sind Zellfortsätze der Odontoblasten. Die Ameloblasten sitzen an der Membrana praefromativa und sezernieren die Schmelzprismen in Richtung der Membrana praeformativa.

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Hier gut zu erkennen ist der Knochen des Geflechttypus.

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Auf der linken Bildseite sieht man die Ameloblasten mit ihrem Tomes´schen Fortsatz. Dem Gegenüber liegen die Odontoblasten mit ihren  Tomes´schen Fasern. Die Fasern dienen ( ähnlich dem Osteblasten) noch der Verbindung mit ihrem Produkt:dem Dentin. So ist also der Schmelz zellfrei und das Dentin nicht.

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Der Schmelz besteht aus ca. 5 mikrometer langen Schmelzprismen, die aus einem Gefüge von parallel angeordneten Hydroxylapatit- Kristallen bestehen. Ausgehend vom den Enameloblasten sind die Prismen radiär angeordet ,aber wellenfömig nebeneinander liegend,was im Schmelzschnitt die Hunter-Schreger- Streifung ergibt.

Die Schmelzbildung erfolgt bis eine prädeterminierte Dicke desselben erreicht ist.

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© 2012, Institut für Anatomie und Zellbiologie II der Universität Gießen

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