
Das Bild zeigt die Cochlea. Sie besteht aus 2,5 Windungen (hier 3,5 da Meerschweinchen) und ist "ausgerollt" ca. 30mm lang. Die knöchernen Canales cochleae enthalten Scala tympani, Scala vestibuli (Perilymphe) und Ductus cochlea, welcher mit Endolymphe gefüllt ist. Am Helicotrema geht die Scala vestibuli in die Scala tympani über.
Auf der Basilarmembran des Cortiorgans sitzen von Stützzellen umgeben die Haarzellen. Sie werden von afferenten Fasern der Ganglienzellen umfasst (95% umfassen die inneren und nur 5% umfassen die äußeren Haarzellen).
Die Axone der Ganglienzellen bilden den cochleären Anteil des N. VIII.
Die äußeren Haarzellen werden zudem efferent innerviert, womit das ZNS die Verstärkerfunktion der äußeren Haarzellen regulieren kann.
Unser Präparat weist 3,5 Windungen auf (Meerschweinchenpräparat). Die menschliche Cochlea besitzt nur 2,5.
Crista ampullaris gut zu erkennen.
Eigentlich ist die Cupula am Ampullendach fixiert.
Die Crista ist mit dem häutigen Labyrinth verwachsen und dreht sich bei einer Körperdrehung somit mit, währen die Endolymphe gemäß der Trägheit von Flüssigkeiten "stehen bleibt". Die Cupula biegt sich als Folge. Die sinneszellen werden erregt und registrieren so die Drehbeschleunigung.
In diesem Präparat ist das Corti-Organ zu erkennen. Vom Modiolus ausgehend sieht man das Ganglion spirale.Weiter lateral ist die Lamina spiralis ossea zu erkennen, über der sich der Limbus spiralis aufwölbt, dem wiederum eine Epithelschicht mit Interdentalzellen aufliegt. Diese Zellen sezernieren die kollagenreiche Membrana tectoria (lat. tectum - Dach; Bestandteile: die Proteine Tectorin alpha und beta). Desweiteren ist der Sulcus spiralis hier sehr gut zu erkennen. Wenn man dem Verlauf folgt, erkennt man innere Grenzzelle, innere Phalangenzelle mit der von ihr getragenen inneren Haarzelle, innere Pfeilerzelle und äußere Pfeilerzelle, welche den Corti-Tunnel umgeben und zuletzt äußere Phalangen- und Haarzellen, äußere Grenzzelle. Bei den beiden anderen Tunnelsystemen, welche hier zu erkennen sind, handelt es sich um den Nuel-Raum und den äußeren Tunnel. Alle Tunnelsysteme kommunizieren untereinaner und sind mit Corti-Lymphe, chemisch ähnlich der Perilymphe(!), gefüllt.
Am äußeren Rand erstreckt sich das Ligamentum Spirale mit der aufliegenden Stria vascularis (sie bildet die Endolymphe).Weitere dominante Strukturen sind die Scala vestibuli, Scala media bzw. Ductus cochlearis und die Scala tympani. Die obere Begrenzung des Ductus cochlearis bildet die Reissner-Membran.
Hier ist ein Ductus semicircularis (Bogengang) angeschnitten. In die Mitte ragt deutlich die Crista ampullaris hinein, sie besteht aus den Sinneszellen (Haarzellen mit Stereozilien und einem Kinozilium), Stützzellen und sensorischen Nervenfasern der N.VIII, die die Sinneszellen umgreifen.
Die Sinneshärchen ragen in die gallertige Cupula.
Die Tuba auditiva mit elastischem Knorpel
Vergrößerung der Tuba auditiva
Hier im Bild sieht man die Crista ampullaris innerhalb eines Ductus semicircularis mit den entsprechenden Sinneszellen und den darumliegenden Stützzellen. Die gallertige Cupula ist vermutlich aufgrund des Fixationsprozesses nicht mehr vorhanden.
Das Cortiorgan auf der Basilarmembran.
Man beachte die Stria vascularis. Sie bildet die laterale Wand des Ductus cochlearis. Sie ist das einzig vaskularisierte Epithel im menschlichen Körper.
Sie produziert die Kaliumreiche Endolymphe.
Crista ampullaris eines Bogengangs in Großaufnahme, in deren Inneren sich die Dendriten aus den sensorischen Nervenfasern des VIII. Hirnnerven befinden.
Oben ragt von links die Tektorialmembran ins Bild. Gegen sie werden die Haarzellen abgelenkt, sobal die Schallwelle die Basilarmembran zum Schwingen bringt.
Schöner Blick auf das respiratorische Epithel (einschichtiges hochprismatisches Flimmerepithel mit Becherzellen) der Tuba auditiva.
Bitte beachten: "Normales" respiratorisches Epithel besteht aus mehrschichtigem hochprismatischem Epithel mit Becherzellen.
Text siehe bitte vorherige Bilder.
Bitte beachten: Die Sinneszellen der Cochlea tragen nur Stereozilien! Ein Kinozilium kommt nur bei Sinneszellen des Vestibularorgans vor.
Stereozilien=(Mikro-)Stereo-villi=Aktinfilamente
vs. Kinozilien=Mikrotubuli
Merkhilfe: Stereo-Hören!
Gut zu erkennen die Tektorialmembran aus Kollagen und den Proteinen Tectorin alpha und beta.
Die Tektorialmembran ist aufgrund der Präperation und Fixierung "eingeschnurrt".
Die Reissner-Membran
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