
Bei dem Präparat ist die Retina zu sehen. Die Retina enthält die Lichtsinneszellen (Stäbchen und Zapfen).
Die Retina besteht aus 10 Zellschichten. Dabei gehören 9 Schichten zum Stratum nervosum ( 2-10). Die erste Schicht bildet somit allein das Stratum pigmentosum.
Dieses Stratum pigmentosum ist hier nicht mehr zu sehen, da es über die Bruch-Membran fest mit der Uvea verbunden ist und nur an Ora serrata und Discus n. optici fest mit dem Stratum nervosum verbunden ist.
Im Stratum granulare internum findet man die Zellleibe der Amakrinen-, Horizontal-, Müller- und Bipolarzellen. Die Müllerzellen bilden mit ihren Ausläufern die Lamina limitans interna und externa.
Die Retina ist aus insgesamt 10 Schichten mit jeweils charakteristischen Zelltypen aufgebaut.
Das Licht fällt von der dem Bulbus zugwandten Seite in die Retina ein. Aus diesem Grund müssem erst alle Schichten durchdrungen werden bis das Licht als letztes auf die Lichtsinneszellen trifft, die in der äußersten Schicht liegen.
Oberhalb der Lichtsinneszellen wäre in Situ noch die Tunica vasculosa bulbi, hier nicht zu erkennen.
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Wir unterscheiden zehn Schichten an der Retina:
1) Stratum pigmentosum (Epithelschicht, hier im LM-Bild nicht mehr vorhanden) mit melaninhaltigen Pigmentkörperchen
- kubisches Pigmentepithel mit Basalmembran (=Bruchmembran)
- mit Fortsätzen an Fotozellen: Ernährung Erneuerung Fotozellen, Regeneration Retinal
- verhindern Eintritt von Blut aus Aderhaut
- schwarze Melanosomen dienen als Lichtfilter
2) Stratum segmentorum / St. neuroeptheliale
Außen- und Innensegmente der Fotorezeptoren, Außensegmente mit Sehpigmenten
3) Str. limitans externum (Zonulae adhaerentes zwischen Müller-Zellfortsätzen und den Stäbchen- und Zapfenzellen)
4) Str. nucleare externum (Perikaryen der Stäbchen- und Zapfenzellen, äußere Körnerschicht, 1. Neuron)
5) Str. plexiforme externum (Synapsen zwischen 1. und 2. Neuron,Synapsen mit Horizontalzellen, äußere plexiforme Schicht)
6) Str. nucleare internum
- außen: Zellkerne Horizontalzellen (verknüpfen die Bipolarzellen)
- mittig: Bipolarzellen (=2. Neuron) Müllerzellen
- innen: amakrine Zellen (verknüpfen Ganglienzellen) interplexiforme Zellen
7) Str. plexiforme internum: Synapsen zwischen 2. und 3. Neuron, Synapsen mit amakrinen Zellen, innere plexiforme Schicht
8) Str. ganglionicum / St. ganglionare Perikaryen des 3. Neurons:
- M-Zellen: projezieren auf magnozelluläre Bereiche Geniculatum laterale: Kontrast Bewegung
- (kleinere) C-Zellen: projezieren auf parvozelluläre Bereiche: Farbe
9) Str. neurofibrosum: Nervenfasern des 3. Neurons
10) Str. limitans internum Basallamina und Müller-Zellfortsätze, Abgrenzung zu Glaskörper
Die Müllerzellen bilden Fortsätze in alle Retinaschichten aus. Sie sind sehr große, retinaspezifische Gliazellen.
Schwach zwischen St neuroeptheliale u St. nucleare externum und die Lamina limitans externum mit den Forsätzen der Müllerschen Stützzellen (=Gliazellen) zu erkennen. Im St. nucleare internum finden wir neben horizontalen, amakrinen und bipolaren Zellen Müllersche Stützzellen.
Markant ist hier jedoch vor allem mittig das St. nucleare externum mit den Perikaryen der Stäbchen u Zapfen.
Das Bild zeigt eine Detailaufnahme der Retinaschichten 6- 10. Sehr gut sind die Nucleoli der Neurone zu erkennen.
[Wahrscheinlich eine Vene der Centralis retinae (von Interesse bei zB Augenspiegeluntersuchung im Rahmen des mikroangiopathischen Diabetes)], Hinweis: habe keine sicheren Quellen, halte diese Aussage aber für falsch. Die Mikroangiopathie ist eine Erkrankung im Zusammenhang mit der Arteriosklerose und diese betrifft im wesentlichen Arterien, daher wenn diese Begründung, dann sollte es eine Arterie der A. centralis retinae sein. Demnach handelt es sich vermutlich viel eher um eine Arterie!
1. Interessiert niemanden
2. Ist eine Arterie