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Die Kurspräparate des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der Universität Gießen

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Gallenblase


Gesamtliste » Verdauungssystem » Präparat 35

Im Präparat ist ein Wandausschnitt der Gallenblase (Vesica fellea) zu sehen. Zwischen den Mahlzeiten wird hier die Galle gespeichert und durch Resorption von Wasser und Elektrolyten konzentriert. Durch Cholezystokinin (dessen Ausschüttung in Duodenum und Jejunum v.a. durch Fette stimuliert wird) und den N. Vagus wird die Gallenblase zur Kontraktion gebracht.

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Hier sind sowohl die Muskelschichten (oben rechts) als auch ein Blutgefäß mit Erythrozyten und eine Drüse mit Drüsenausführungsgang sichtbar. In den verschiedenen Wandschichten, sieht man auch einige Kapillaren. Die Drüsenzelle beinhaltet reichlich in Vakuolen gespeichertes Drüsensekret.

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Zu sehen ist das hochprismatische Epithel der Gallenblase. Besonders die zahlreichen Vakuolen in den Drüsenzellen fallen ins Auge. Der Zellkern liegt immer basal und die Menge der Speichergranula nimmt nach apikal zu. Auf der Oberfläche des Epithels findet sich ein Bürstensaum (Mikrovilli).

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Muskelschichten der Gallenblase. Hier ist keine Aufteilung in Längs- und Ringmuskulatur wie in der Tunica muscularis im Magen-Darm-Trakt zu finden. Eher gleicht sie der Muscularis mucosae.

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Die tubuloalveolären Drüsen im Hals der Gallenblase bilden Muzine. Ihre rundlichen Zellkerne liegen basal.

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Es handelt sich um einschichtiges hochprismatisches Epithel mit Speichergranula. Es dominiert ein Zelltyp, die Hauptzellen. Becherzellen fehlen. Aufgabe der Hauptzellen ist die Eindickung der Lebergalle durch Resorption von NaCl (Na /H und Cl-/HCO3- Antiporter in der apikalen Membran) und dem ihm passiv folgenden Wasser. Die Speichergranula enthalten Schleime, die apikal einen Schutzfilm (Muzine) gegen die agressiven Komponenten des Gallensaftes bilden.


© 2012, Institut für Anatomie und Zellbiologie II der Universität Gießen

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