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Die Kurspräparate des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der Universität Gießen

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Epithelkörperchen


Gesamtliste » Präparat 165

Der Mensch besitzt vier Epithelkörperchen (Gll. parathyroidae, Nebenschilddrüsen), die der Schilddrüse angelagert sind. Zwei liegen paarig auf dem oberen Pol der Schilddrüse (aus der 4. Schlundtasche entstanden!), zwei liegen paarig auf dem unteren Pol (aus der 3. Schlundtasche entstanden!).

Die Nebenschilddrüse sezerniert das Parathormon (bewirkt Knochenabbau, somit Erhöhung des Calcium-Spiegels im Blut und Rückresoprtion von Calcium in die Niere).

  1. Parathormon bildenen Zellen besitzen Kalziumsensoren, die sich am ionisierten Kalzium im Blut orientieren.
  2. Parathormon bindet an Osteoblasten(besitzen PTH Rezeptoren)
  3. Osteoblasten bilden Faktoren, die Osteoklasten aktivieren -> Freisetzung von Kalzium aus Knochen

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Wichtig: oxiphile Zellen ( oft im Verband, braun-orange) kann man eingentlich nur in "alten" Präparaten sehen.

"Altes Präp" hier, weil viel Fett und eben die oxiphilen Zellen zu sehen (vergleich mit "jungerem Präparat 164)

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Zu sehen sind hier univakuloäre Fettzellen und zahlreiche dunkle Epithelzellen (deswegen Epithelköperchen).

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Neben den Fettzellen sieht man die dunkle Region (=Hauptzellen, sezernieren das Parathormon) und eine hellere Region (=oxyphile Zellen, wahrscheinlich Entwicklungsstufe der Hauptzellen).

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In der helleren Region sind gut die oxyphilen Zellen zu sehen.

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Die Hauptzellen besitzen einen polygonalen Umriss und einen recht dicken Kern.

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Die recht großen oxyphilen Zellen besitzen ein rötliches (azido- =oxyphiles) Zytoplasma und einen dichten, kleinen Kern.

Die Oxyphilie beruht auf den zahlreichen Mitochondrien, deren Ursache und Nutzen noch nicht geklärt ist.


© 2012, Institut für Anatomie und Zellbiologie II der Universität Gießen

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