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Die Kurspräparate des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der Universität Gießen

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Ösophagus


Gesamtliste » Verdauungssystem » Präparat 12

Das Präparat zeigt einen Querschnitt durch den Ösophagus. Deutlich sind die unterschiedlichen Wandschichten und das sternförmige Lumina zu erkennen.
Die Innenfläche des Ösophagus bildet ein mehrschichtiges unverhorntes Plattenepithel, das von den vielen Drüsen  mit einem Feuchtigkeitsfilm überzogen wird. Dieser Feuchtigkeitsfilm und die Kontraktion der Tunica muskularis befördern den Speisebrei in den Magen.

Der Oesophagus ist Teil des Rumpfdarms. Alle Organe des Rumpfdarms haben histologisch einen ähnlichen Aufbau (von innen nach außen):

Die Tunica mucosa des Oesophagus bildet zusammen mit der Tela submucosa Längsfalten, sodass im Querschnitt ein charakteristisches sternförmiges Lumen entsteht.
Die Lamina epithelialis wird von mehrschichtigem unverhornten Plattenepithel gebildet. Die anschließende Lamina propria besteht aus lockerem Bindegewebe mit vielen freien Zellen: Lymphozyten, Granulozyten, Plasmazellen, Mastzellen und Makrophagen. Die Lamina muscularis folgt mit einer dünnen Schicht aus glatter Muskulatur.

In der Tela submucosa gibt es einen ausgeprägten Venenplexus (klinisch relevant im Fall einer Leberzirrhose; es bildet sich über diesen Venenplexus ein Umgehungskreislauf, sodass es zu Oesophagusvarizen kommen kann, die zu lebensgefährlichen Blutungen neigen). Hier liegen auch die Schleim produzierenden Glandulae oesophageales.

Die Tunica muscularis des Oesophagus ist zweischichtig; innen liegt das Stratum circulare, außen das Stratum longitudinale. Beide werden durch lockeres Bindegewebe getrennt. Es handelt sich nur im unteren Drittel um glatte Muskulatur, die unwillkürlich innerviert wird; dies geschieht v.a. durch den Auerbachplexus, der zwischen den beiden Muskelschichten liegt. Im oberen Drittel des Ösophagus hingegen besteht die T. Muscularis aus Skelettmuskulatur. Im mittleren Drittel finden sich beide Muskelarten nebeneinander. 
In den oberen zwei Drittel des Oesophagus findet sich auch quergestreifte Muskulatur.

Der Oesophagus ist über die Tunica adventitia mit dem umgebenden Gewebe verbunden.

Weitere Ansichten

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Die Aufnahme zeigt eine Vergrößerung der Ösophaguswand, die einzelnen Schichten sind gut zu erkennen.

Man sieht deutlich, dass in der Tunica muscularis quergestreifte Muskulatur (--> randständige Zellkerne) vorliegt, es handelt sich also um einen oberen Teil der Speiseröhre.

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Das Bild zeigt eine Vergrößerung der Innenseite der Ösophaguswand. Die einzelnen Schichten sind gut zu erkennen.

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Das Bild zeigt eine Vergrößerung der Tunica mucosa und der Tunica submucosa. Die einzelnen Schichten Lamina epithelialis mucosae, Lamina Propria mucosae und Lamina muscularis mucosae der Tunica Mucosa sind gut zu erkennen. In der Tunica submucosa sieht man deutlich Drüsen, die histologisch den Kardiadrüsen des Magens entsprechen.

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Das Bild zeigt eine Vergrößerung der Tunica mucosa. Die einzelnen Schichten, Lamina epithelialis mucosae, Lamina propria mucosae und Lamina muscularis mucosae der Tunica Mucosa sind gut zu erkennen. Weiterhin erkennt man deutlich einen Ausführungsgang, der von den Glandulae oesophageales durch die Tunica mucosa ins Lumen des Ösophagus mündet.

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Das Bild zeigt eine Vergrößerung der Tunica mucosa und der Tunica submucosa. Die einzelnen Schichten Lamina epithelialis mucosae, Lamina Propria mucosae und Lamina muscularis mucosae der Tunica mucosa sind gut zu erkennen.

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Das Bild zeigt eine Vergrößerung der Gll. oesophageae. Sie sind muköse Drüsen, die den Schleim produzieren, der die Lamina epithealis mucosae überzieht. Sie liegen in der Tunica submucosa und sind über Ausführungsgänge mit dem Lumen verbunden.

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Das Bild zeigt eine Vergrößerung der Lamina epithelialis mucosae, die von einem unverhornten mehrschichtigen Plattenepithel gebildet wird.

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Das Bild zeigt eine Vergrößerung der Gll. oesophageae. Sie sind muköse Drüsen, die den Schleim produzieren, der die Lamina epithealis mucosae überzieht. Sie liegen in der Tunica submucosa und sind über Ausführungsgänge mit dem Lumen verbunden.

Erkennungsmerkmale muköse Drüsen: schaumiges/helles lumen, randständiger Kern, tubulöse form.

Wichtig: es gibt immer auch azinöses/seröses Gewebe und nie reine Drüsen!

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Das Bild zeigt eine Vergrößerung der Gll. oesophageae. Sie sind muköse Drüsen, die den Schleim produzieren, der die Lamina epithealis mucosae überzieht. Sie liegen in der Tunica submucosa und sind über Ausführungsgänge mit dem Lumen verbunden.

Charakteristisch für muköse Drüsen sind ein randständiger flacher Kern und ein großes Lumen.

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Das Bild zeigt eine Vergrößerung der Lamina epithelialis mucosae, die von einem unverhornten mehrschichtigen Plattenepithel gebildet wird.


© 2012, Institut für Anatomie und Zellbiologie II der Universität Gießen

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