
In diesem Präparat ist der Oesophagus im Querschnitt zu sehen. Er ist ca. 25cm lang und leitet die Nahrung in den Magen.
Der Oesophagus ist Teil des Rumpfdarms. Alle Organe des Rumpfdarms haben histologisch einen ähnlichen Aufbau (von innen nach außen):
Die Tunica mucosa des Oesophagus bildet zusammen mit der Tela submucosa Längsfalten, sodass im Querschnitt ein charakteristisches sternförmiges Lumen entsteht. Die Lamina epithelialis wird von mehrschichtigem unverhornten Plattenepithel gebildet.
In der Tela submucosa gibt es einen ausgeprägten Venenplexus (klinisch relevant im Fall einer Leberzirrhose; es bildet sich über diesen Venenplexus ein Umgebungskreislauf, sodass es zu Oesophagusvarizen kommen kann, die zu lebensgefährlichen Blutungen neigen). Hier liegen auch die Schleim produzierenden Glandulae oesophageales.
Die Tunica muscularis des Oesophagus ist zweischichtig; innen liegt das Stratum circulare, außen das Stratum longitudinale. Es handelt sich um glatte Muskulatur, außer in den oberen zwei Dritteln (laut Lüllmann-Rauch), die unwillkürlich innerviert wird; die geschieht v.a. durch den Auerbachplexus, der zwischen den beiden Muskelschichten liegt.
Da es sich beim Oesophagus um ein extraperitoneales Organ handelt, gibt es keine Serosa; der Oesophagus ist über die Tunica adventitia mit dem umgebenden Gewebe verbunden.
Wichtig ist noch das Erwähnen des Plexus submucosus in der Tela submucosa und des Plexus myentericus zwischen der zirkulären und der longitudinalen Muskulatur der Tunica muscularis.
Er besitzt einen oberen und einen unteren Sphinkter und ist ausser beim Schlucken und Erbrechen tonisch kontrahiert.
In der Tela submucosa liegen muköse Drüsen (Glandulae oesophageales).
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Man sieht das mehschichtig unverhornte Plattenepithel und daruter die Lamina propria. Die Lamina muscularis mucosae ist nicht allzu deutlich erkennbar, trennt aber die Tunica mucosa von den Drüsen der Submucosa.
Mucöse Glandulae oesophageales.
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Das mehrschichtig unverhornte Plattenepithel besteht aus dem Str. basale, Str. parabasale, Str. intermedium sowie dem Str. superficiale. Besonders reichlicher Glykogen-Gehalt im Str. superficilae und Str. parabasale äußern sich durch eine blasse Darstellung.
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Plexuns Myentericus:
Zwischen dem Str.circulare und Str.longitudinale befindet sich der autonome Plexus Myentericus (der zweite Plexus Submucosea liegt in der Tela Submucosa, den man hier gerade nicht sehen kann). Diese beiden sorgen für die Peristaltik im Öesophagus. Sie können durch Parasympathicus (steigert Peristaltik und Drüsenaktivität) und Sympathicus ( senkt Perestaltik und Drüsenaktivität) beeinflusst werden. Diese vegetativen Fasern stammen vom Plexus Oesophageus-parasympathisch vom N.vagus und sympathisch von Ganglion stellatum und Ganglien Th2-5.
Beide Plexus bestehen aus intermuralen Ganglienzellen , die von Glia umgeben sind. Das hell rosa geschlängelte sind Nerven die im Ganglion verlaufen. Die etwas größeren lila Zellen, in denen auch deutlich der Kern angeschnitten ist, sind Ganglienzellen. Die kleinen dunklen Punkte sind angeschnittende Gliazellkerne.
Die Zellkerne der Muskelfasern liegen außen. Somit handelt es sich hier um quergestreifte Skelettmuskulatur.
Dieser Schnitt ist im oberen Drittel des Oesophagus gemacht worden, da er nach unten hin glatte Muskulatur in der Tunica muscularis besitzt.
Muköse Glandulae Oesiphageales, sezernieren Mucine (=Schleim) um das Gleiten der Nahrung zu verbessern.